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Besser auf
Nummer sicher

 

Eine Ausbildung lohnt sich immer – das beweist einmal mehr eine aktuelle Arbeitsmarkt-Statistik

 

Gute Nachrichten vom Jobmarkt sind natürlich immer willkommen. Doch sie sind vor allem ein Beleg dafür, dass es – unabhängig von der Konjunktur – immer besser ist eine abgeschlossene Berufsausbildung zu haben als gar keine. Laut der Bundesagentur für Arbeit (BA) haben auch arbeitslose Menschen, die keine Berufsausbildung vorweisen können, von der sehr guten Arbeitsmarktentwicklung im vergangenen Jahr profitiert. Nach Angaben einer aktuellen BA-Statistik hat deren Arbeitslosenquote im Vergleich zu 2016 um 1,3 Prozentpunkte auf 18,7 Prozent abgenommen. Nach wie vor ist aber das Risiko von ungelernten Menschen, arbeitslos zu sein, erheblich größer als von ausgebildeten Erwerbspersonen. Die Arbeitslosenquote war etwa fünfmal so hoch wie für Personen mit einer betrieblichen beziehungsweise schulischen Berufsausbildung, deren Quote bei 3,8 Prozent lag. Die niedrigste Arbeitslosenquote weisen Akademiker auf, von denen nur 2,5 Prozent arbeitslos waren. Im Vorjahresvergleich haben sich die Arbeitslosenquoten von Personen mit betrieblicher beziehungsweise schulischer Berufsausbildung um 0,4 Punkte und für Akademiker um 0,1 Punkte verringert.

 

Regionale Unterschiede

 

In regionaler Betrachtung zeigen sich enorme Unterschiede vor allem für Menschen, die keine Ausbildung vorweisen können. Tendenziell gilt: Je höher die allgemeinen Arbeitslosenquoten in einer Region, desto deutlicher zeigen sich auch qualifikationsspezifische Unterschiede. In Regionen mit niedriger Arbeitslosenquote ist die Differenz bei der Arbeitslosigkeit von Menschen mit und ohne Ausbildung kleiner als in Regionen mit hoher Arbeitslosenquote. Die niedrigsten Arbeitslosenquoten werden in dem süddeutschen Kreis Eichstätt gemessen: Die Quoten reichen dort von 0,9 Prozent für Akademiker über 1,2 Prozent für betrieblich beziehungsweise schulisch Ausgebildete bis zu 4,3 Prozent für Ungelernte. 

Adieu Anschreiben?

 

Kurzprofil und One-Click-Verfahren – Bewerbungsunterlagen scheinen sich derzeit
im Wandel zu befinden

 

Nicht nur Bewerber sollten sich um einen guten Eindruck bemühen. Denn: schlechte Erfahrungen im Bewerbungsprozess sprechen sich auch bei den Suchenden herum. Deshalb sind Arbeitgeber gut beraten, die Kandidaten schon mit ihrem Bewerbungsverfahren zu überzeugen. Entscheidend dabei: die Art der Bewerbung selbst. Und die erfindet sich in diesen Zeiten offenbar neu. Diesen Schluss lässt die Studie „Bewerbung der Zukunft“ von Online-Karriereportal Monster und dem Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universität Bamberg zu.

 

„Die Kandidaten sind zunehmend mobil unterwegs und möchten sich dann auch so bewerben“, so die Einschätzung von Studienleiter Prof. Dr. Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Universität Bamberg. „Dabei fragen sie sich, ob so ein lästiges Anschreiben noch zeitgemäß ist. Unternehmen experimentieren heute mit unterschiedlichen Bewerbungsformen von Post über Mail bis One-Click.“ Fest stehe, so das Portal: Recruiter müssen in Punkto Bewerbung umdenken – und zwar rasch, schließlich plane zum Beispiel fast die Hälfte aller Millennials, laut einer weiteren Studie in naher Zukunft den Job zu wechseln.

 Nach wie vor meinten 78,5 Prozent der Unternehmen, so das Ergebnis, dass sich Kandidaten beim Anschreiben positiv von anderen abheben können. Doch 32,4 Prozent der Kandidaten würden am liebsten auf ein Anschreiben verzichten. Diese Botschaft sei auch bei vielen Unternehmen angekommen: Nur noch knapp 60 Prozent glaubten, dass das persönliche Anschreiben auch künftig ein wichtiges Auswahlkriterium sein werde, während für fast 98 Prozent der Unternehmen der Lebenslauf wichtig bleibe.

 

Die Studie zeige auch: Unternehmen planen, für Bewerbungsverfahren verstärkt digitale Kanäle und soziale oder berufliche Netzwerke zu nutzen. Schließlich suchten Millennials ja auch heute schon am häufigsten online nach einem neuen Job – digitale Bewerbungen seien da die logische Schlussfolgerung. Entsprechend wenig Begeisterung herrsche bei den Kandidaten für die papierbasierte Bewerbung, nur noch 1,5 Prozent möchten sich in Zukunft so bewerben. Und auch nur knapp 5 Prozent der Unternehmen wünschen sich künftig papierbasierte Bewerbungen. 30,6 Prozent der Unternehmen präferieren zukünftig dagegen E-Mail Bewerbungen und fast 74 Prozent Formular-Bewerbungen. „Die Kandidaten freunden sich mit dieser aus ihrer Sicht zu standardisierten und aufwendigen Form der Bewerbung langsamer an – nur 23,8 Prozent würden sie künftig bevorzugen. Bei der E-Mail-Bewerbung sind es 56,2 Prozent“, erläutert Marc Irmisch-Petit, Vice President General Manager bei Monster. Die One-Click- oder One-Swipe-Bewerbung sei „eine spannende Innovation im Bewerbungsprozess“, wenn solche Bewerbungen akzeptiert würden, zeigten Arbeitgeber „auf jeden Fall Nähe zu den Bedürfnissen der Kandidaten“. 17,9 Prozent der Unternehmen planten die One-Click-Bewerbung für ihr künftiges Bewerbungsverfahren mit ein. 23,3 Prozent der Kandidaten hätten sie schon einmal genutzt. Grundsätzlich werden digitale Bewerbungswege immer wichtiger, wie die One-Click-Bewerbung oder auch das Kurzprofil, das von 79,9 Prozent der Kandidaten als künftig relevant eingeschätzt werde. Zumeist steht das eigene Profil schon in Businessnetzwerken oder auf Jobbörsen wie zum Beispiel monster.de zum Upload beziehungsweise Versand bereit. Stellensuchende bevorzugen in Zukunft schnelle, unkomplizierte und mobile Bewerbungswege. Personaler sollten ihnen dafür den Weg freimachen.

Praktische Tipps für die Ausbildung

 

Eine Umsetzungshilfe für den Bereich Sanitär-Heizung-Klima soll Berufsbeginnern den Einstieg erleichtern 

 

Endlich Ausbildung! Das bedeutet ein neuer Arbeitsalltag und viele noch unbekannte Lerninhalte aus Theorie und Praxis. Eine Vielzahl an Informationen sowie praktische Handlungshilfen zur Planung und Durchführung der betrieblichen und schulischen Ausbildung zum/zur Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik liefert eine neue Broschüre allen an dieser Ausbildung beteiligten oder interessierten Personen. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat gemeinsam mit dem Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA e.V.), der IG Metall und dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK e.V.) eine entsprechende Umsetzungshilfe innerhalb der BIBB-Reihe „Ausbildung gestalten“ veröffentlicht.

Darin werden die Umsetzung der neuen Ausbildungsordnung und des Rahmenlehrplans beschrieben, die am 1. August 2016 in Kraft getreten sind. Die Veröffentlichung richtet sich an Ausbilderinnen und Ausbilder, Auszubildende, Berufsschullehrerinnen und Berufsschullehrer sowie an Prüferinnen und Prüfer.

 

Die BIBB-Reihe „Ausbildung gestalten“ richtet sich mit ihren konkreten Tipps und praktischen Anleitungen direkt an die Ausbildungspraxis und unterstützt das Ausbildungspersonal bei der täglichen Arbeit mit den Auszubildenden. Das BIBB erarbeitet die Umsetzungshilfen in Zusammenarbeit mit einem Autorenteam, das sich aus Sachverständigen des Neuordnungsverfahrens zusammensetzt.

 

Die Umsetzungshilfe „Ausbildung gestalten – Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik“ kann unter www.bibb.de/ausbildunggestalten  kostenlos heruntergeladen werden. Darüber hinaus kann man gedruckte Exemplare beim BIBB auch als Print-on-Demand zum Preis von jeweils 24,90 Euro bestellen. Unter derselben Internetadresse stehen auch Umsetzungshilfen für weitere duale Ausbildungsberufe zur Verfügung. Dieses Angebot für die Ausbildungspraxis wird vom BIBB kontinuierlich ausgebaut.

Foto: © BIBB